Dresden – OLYMPIA Postwertzeichen Ausstellung 1936

6. Fortsetzung

15.09.2022

Aber auch die Blockeinzelmarken auf Olympiabriefbelegen haben ihren philatelistischen Reiz. Im Menüpunkt Olympiastadion (s.ww.postautomation.de und hier unter Kurzprofilen) wurde schon einmal der folgende Beleg vorgestellt. Sondermarke aus dem Block 6 zu den olympischen Spielen in Berlin 1936 portogerecht als Einzelfrankatur im Ortstarif  und Versendung aus dem Olympia – Postbüro unter Verwendung des Sonderstempels Stadion mit Datum vom Letzttag der Spiele am 16.8.1036. 

 

Folgend die Verfügung im Amtsblatt Nr.68 vom 31.7.1936  zur Einrichtung einer Sonder=Postdienstelle in Berlin (Postbüro) anlässlich der olympischen Sommerspiele

 

Die Rückseite des folgenden Briefbeleges wurde verkleinert  eingefügt

 

 

Der obige Blockausschnitt des 25Rpf.-Wertes aus dem Olympiablock 6 ist mit Datum vom 1.8.1036 als Ersttagsabschlag  zu werten. Das Pressepostamt zu den olympischen Segelwettkämpfen in Kiel  hatte im Institut für Weltwirtschaft und Seeverkehr  Räumlichkeiten gefunden.  Dazu folgende Fotopostkarte des Institutes

 

Die ursprüngliche Planung sah zunächst das Cheruskerhaus neben dem Olympiaheim vor. Der obige Luftpostbrief nach Danzig ist mit 3Rpf. überfrankiert, mit den Vignetten dennoch als ein außergewöhnlicher Dokumentationsbeleg  anzusehen zumal  in der  dicken und dunkleren  Version  der handgeschöpften Papiervorlage.

nachfolgend  der 40Rpf.-Wert aus dem Block 5

 

Erworben  wohl auf der Olympia Briefmarkenausstellung in Dresden  wurde das rechte untere Blockrandfeld zur Klebefläche der Zusatzfrankatur „degradiert“. Portogerechter Fernbrief  mit Datum vom 5.8.1936 in der 2. Gewichtsstufe mit 54Rpf. und R-Zettel Dresden1 Ausstellung und zugehöriger Sonderstempel. Der rückseitige Ankunftsstempel Hannover 1 vom 6.8.36 wurde nicht abgebildet.

An dieser  Stelle möchte ich noch einmal auf  Farben- und Papierqualitäten zurückkommen. Auch wenn selbst kein  Spezialist unterscheide ich  3 unterschiedliche  Formen und hier am Beispiel  der 6 Rpf.-Marke. Links oben normales gelbliches Druckpapier platziert auf den linken unteren Bogenrand Block 5. Rechts daneben die 6Rpf.-Marke  als  Blockmarke  auf dickem handgeschöpften Papier und darunter die häufigere Variante aus dem Block auf hellweißem  handgeschöpften dünneren Papier. Dadurch wird die vorderseitige Bildstruktur ebenfalls beeinflusst (gemeinsamer Scan  im Kontrast leicht verstärkt).

 

Nachfolgend einmal gelbliches Normalpapier und weißes Blockpapier in Satzform

 

 

Der Vollständigkeit halber noch ein Blick auf die Markenheftchen zu den olympischen Sommerspielen und dazu   zunächst ein Blick auf die Amtsblattverfügung Nr.55 vom 19.Juni 1936 mit Hinweisen zur Bezugsmöglichkeit auch der zugehörigen Bögen mit Angabe der Markenzusammensetzung und Hinweis auf Kehrdrucke. Zusätzlich Hinweis auf das Sonderpostamt Berlin=Grünau 1 und die Ausgabe der Olympiazeitung.

 

Fortsetzung folgt