Olympiastadion Berlin 4. Fortsetzung
25.04.2023
Die folgende amtliche Bildpostkarte Nr. 9 zugunsten des Olympiafonds und aus dem Reichssportverlag zeigt noch einmal in der Übersicht das Reichssportfeld. Hier sind rechts oben die Schienenstränge der Endstation des S – Bahnhof – Reichssportfeld zu sehen und die benachbarten Stadionterrassen etwas schwieriger auf der gegenüberliegenden Seite der Reichssportfeldstraße auszumachen.
Nachfolgend die Ankunft auf dem S-Bahnhof Reichsportfeld und im Hintergrund das imposante OLYMPIASTADION und linksseitig die STADIONTERASSEN. Otto March hatte hier die Gastronomie 1908/09 noch als Restaurant Waldhaus erbaut und der S- Bahnhof hatte noch die Bezeichnung Rennbahn. Sein Sohn Werner March baute das Restaurant Waldhaus 1936 bis auf das Untergeschoß um, reduzierte auf zweigeschossig mit 7 Außenterrassen und bot damit 5.000 Besuchern des Olympiageländes Platz. Auch ohne Erfrischungsstopp in der KdF – Stadt bestand daher nach dem Ausstieg S-Bahnhof Reichssportfeld in den benachbarten Stadionterrassen (auf der AK links oben im Hintergrund) die Möglichkeit einer Erholungspause mit Blick auf das nahe Olympiastadion.
Nach dem Krieg wurden die Stadion-Terrassen wieder durchaus ein beliebtes Ziel, von 1975 bis 1985 stand die Gastronomie dann vorübergehend still und wurde dann wieder mit Umbauten aktiviert und ist es so geblieben. Dazu auch ein Ensemble einer Ansichtskarte zu den olympischen Spielen 1936 und Absenderfreistempel der Terrassen am Olympiastadion aus den Jahren 1960 und 1971 (neue PLZ).
Mit M. Winternheimer als Adressat dokumentiert sich auf der obigen Olympiakarte aus dem Jahr 1971 ein unentwegter begeisterter Philatelist zur olympischen Idee und Beiratsmitglied in den Internationalen Motivgruppen Olympiaden und Sport (IMOS).
Nachfolgend noch Ansichtskarten der Stadionterrassen Berlin mit Ausgaben zur Olympiade 1936 aus dem H. Lichte & Co. Verlag in Berlin.
Von den Stadionterrassen war der Blick direkt auf das eindrucksvolle Olympiastadion gegeben und dazu auch folgende Fliegeraufnahme (Industriefotograf Klinke) mit den Stadionterrassen links im Vordergrund. Aufnahmen vom Stadion aus der Zeit der Olympiade 1936 sind sehr zahlreich. Luftaufnahmen jedoch aus den Tagen der Spiele mit erkennbaren Besuchern des Reichssportfeldes sind eher seltener anzutreffen.
Besucher und parkende Autos bevölkern also die folgende Ansichtskarte. In diesem Fall ist natürlich zeitaktuell auch für die Schwimmwettkämpfe wieder die Zusatztribüne zu erkennen.
Ferner ist die Olympiafahne in der Wettkampfarena aufgezogen und man sieht das charakteristisch geschmückte Stadion mit dem Fahnenensemble der teilnehmenden Länder und mit weiteren Olympiafahnen auf dem Emporenring des Stadions. Nachfolgend die Flaggen der teilnehmenden Nationen auf einer weiteren Ansichtskarte zur Olympiade 1936.
Aber schon einige Tage vor der Eröffnung fanden dann letzte Vorbereitungen bezüglich des Organisationsablaufs statt. So war das Postamt Stadion schon seit dem 27.7.1936 geöffnet und dazu eine frühe Nutzung des Sonderstempels.
Ebenso fanden Generalproben zur Stadionnutzung statt, um für die offizielle Eröffnung der Spiele gewappnet zu sein. Die Organisation war recht umfangreich mit Platzanweisung und Technikerprobung und dazu eine Eintrittskarte zur Generalprobe des Großen Festspiels zur XI. Olympiade mit Datum vom 30. Juli und 21Uhr 1936.
Fotopostkarte aus dem olympischen Festspiel im geschmückten Stadion
Fortsetzung folgt