Garmisch – Partenkirchen – ein deutscher Olympiaort

8. Fortsetzung

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Standen die folgenden 2 Tage im Zeichen der schon mehrfach erwähnten Ausscheidungsspiele im Eishockey und in den  Abfahrts- und Slalomläufen, so wurden die Bobrennen bis auf  die Trainingsläufe etwas verschoben, um die Bahnverhältnisse  zu prüfen.

Am 9. Februar  fanden dann  im Kunsteisstadion  nachmittags ab 14Uhr  das Pflichtprogramm der Herren statt und dazu eine Fotopostkarte mit rückseitig interessantem Gumminebenstempel.

 

Außerhalb der offiziellen Wettkämpfe gab es auch Vorführwettbewerbe im Eisschießen und im Militärpatrouillenlauf. Das Eisschießen fand auf dem Riessersee  am  4. und  5. Tag der olympischen Wettkämpfe statt. Dazu ein Bild vom Training mit Hilde Keck (2malige deutsche Meisterin) aus der täglich erscheinenden Olympiazeitung  im Reichssportverlag (amtliches Organ des Organisationskomitees für die IV. Olympischen Winterspiele und des Propaganda-Ausschusses für die Olympischen Spiele 1936 und hier vom 4. Tag und damit vom  9.Febr. 1936)

 

Ferner noch ein Gumminebenstempel der Oberleitung Eisschiessen (rückseitig auf Oly-Sonderpostkarte 6Pf. mit Handwerbestempel ) und ein Einschreibbeleg vom Sonderpostamt Riessersee.

 

Ähnlich dem Olympia-Stadion führte auch das Sonderpostamt Riessersee einen passenden Gumminebenstempel. Postwerbestempel  aus dem Pressepostamt vom Letzttag der Spiele am 16.2.1936. (rückseitig Ankunftsstempel Jena 17.2. nicht abgebildet).

Die Langlaufstrecken waren östlich vom Skistadion angelegt und dazu ein Topografieausschnitt aus Le Fort und Harster 1935

 

 

 

Start und Ziel waren in den Skilaufdisziplinen jeweils das Olympia – Skistadion sowohl für die Staffel-, Lang-, 50km-Dauer- und Kombinations- und auch Spezialsprungläufe an den Tagen vom 10. bis 16. Februar. Dazu folgend einmal eine schwedische Fotopostkarte  mit dem Landsmann Nils Englund  als Sieger im 50km Dauerskilauf  am 15. Februar.

 

Nach sorgfältiger Präparierung der Bobbahn  konnten die ersehnten Bobrennen dann am 11. Februar nach den vorherigen Trainingsläufen am 6. offiziellen Wettkampftag der olympischen Winterspiele beginnen.

 

oben Sonnenschutz einer  Kurvenwand  der Bobbahn

Die folgende Ansichtskarte dokumentiert noch einmal die Lage von Bobbahn und Riessersee

 

Schon am 8.2.1936 schreibt ein Olympiagast von seinem Besuch

zu den Trainingsläufen auf der Bobbahn

 

Auch der Presserundfunk hatte sich sorgfältig an wichtigen Plätzen etabliert und hier sind speziell natürlich der Startplatz, die Bayernkurve und  der Zieleinlauf  anzuführen und dazu einmal eine Zeichnung  aus dem Buch Olympia-Weltsender und die Bob - Sonderbriefmarke 

 

Impressionen zu den olympischen Bobrennen auf zeitgenössischen Ansichtskarten

 

Das Publikum sah teils spektakuläre Stürze in der Bobbahn und ob die Besatzung von  Viererbob Deutschland II  nach „unfreiwilligem Ausstieg“ ihren vorauseilenden Schlitten wieder zu Fuß erreichte, ist  dann wohl doch recht zweifelhaft (aus Olympiazeitung Nr. 8)

 

Fortsetzung folgt